wrapper

GSV Aktuell:

22.04.2017 RP, Uwe Zak

Es kann immer noch alles ins Auge gehen. So eng stellt sich jedenfalls die Tabelle der Frauen-Fußball-Regionalliga ab Platz sieben dar. Der GSV Moers (8. Platz, 30:35 Tore, 26 Punkte) fischt selbst nach 20 Spieltagen noch im trüben, trügerischen Mittelfeldgewässer. Zwar ist für die Mannschaft von GSV-Trainer Gerd Orzeske am Sonntag, 13 Uhr, beim Tabellenvorletzten Vorwärts Spoho Köln 98 (13., 36:64, 15) ein Sieg Pflicht, doch ein Selbstläufer wird das noch lange nicht.

Denn gerade der Blick auf die Tabelle zeigt, wo bei den "Gräfinnen" aus Moers der Hase im Pfeffer liegt: Der GSV kann keine Tore schießen. Sogar Spoho Köln hat sechsmal öfter getroffen als Moers. In der Liga gibt es nur eine Mannschaft mit weniger Toren: Das abgeschlagene Schlusslicht MSV Duisburg II hat 16 Tore auf der Habenseite - und zuletzt Moers geschlagen. Die Kölnerinnen stellen allerdings mit 64 Gegentreffern die Schießbude der Liga. Kurzum: Da könnte Moers doch endlich mal etwas fürs eigene Torverhältnis machen. Denn mit den 26 Pünktchen hat der GSV schnöde drei Punkte Vorsprung auf den Drittletzten, der alles andere als in sicherem Fahrwasser rumschippert. Denn zwei Teams müssen auf jeden Fall absteigen, ob noch weitere dazu kommen ist abhängig vom Abstieg aus Liga zwei. Und das sieht mit Herford gerade nicht so rosig aus.

Gerd Orzeske sieht das allerdings anders. Nicht in Bezug auf die Zielsetzung, sondern bei der Vorgehensweise. "Natürlich können wir gegen Spoho von einem Pflichtsieg sprechen. Wichtig dabei ist mir allerdings nur, dass wir ein Tor mehr schießen als die Kölnerinnen", schiebt er den Blick aufs Torverhältnis von sich. Den richtet er zielsicher lieber woanders hin. "Wir müssen in den kommenden vier Spielen unsere Punkte holen." Nach Spoho Köln geht es nämlich gegen Fortuna Köln, gegen Aufsteiger Hauenhorst und gegen Warendorf. Wobei die beiden zuletzt genannten wie auch Vorwärts Spoho im engen Ligaalltag knapp hinter Moers platziert sind.

"Wir haben über Ostern im Training einen Gang zugelegt und nehmen das Spiel gegen Spoho Köln unglaublich ernst", versichert Orzeske, der wieder auf die genesene Patricia Michalak und auf Laura Montenbruck zurückgreifen kann, die ihre Sperre abgesessen hat.