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GSV Aktuell:

05.05.2017 RP, Wolfgang Jades

Damit hätten vor wenigen Wochen selbst die ärgsten Pessimisten im Lager der Fußballerinnen des Regionalligisten GSV Moers nicht gerechnet. Die "Gräfinnen" befinden sich mitten im Abstiegskampf. Selbst haben die Gelb-Schwarzen am vergangenen Sonntag mit dem 0:0 gegen Fortuna Köln nur einen Punkt eingefahren, die Konkurrenz dahinter aber dreifach. So gewann sowohl Bayer 04 Leverkusen II mit 1:0 gegen den MSV Duisburg II als auch die Warendorfer SU gegen Vorwärts Spoho Köln.

Das bedeutete, dass der GSV bei seinen nun 27 Punkten auf den zehnten Rang zurückgefallen ist. Da nach wie vor nicht sicher ist, ob der Herforder SV Borussia in der 2. Bundesliga bleibt, könnte auch der drittletzte Platz für den Abstieg in die Niederrheinliga sorgen. Den belegt derzeit mit 26 Zählern Warendorf. Und zwischen dem GSV und Warendorf liegt Germania Hauenhorst (ebenfalls 26 Punkte) und da sind die Grafschafterinnen am Sonntag um 13 Uhr zu Gast. "Das ist buchstäblich schon ein Finale. Wenn wir das gewinnen, sind wir einen großen Schritt weiter", verdeutlicht GSV-Trainer Gerd Orzeske die Wichtigkeit dieser Partie. Die Formkurve geht auf und ab: Da gewinnen sie mit 5:1 in Uevekoven, um dann zweimal zu verlieren. Mit 0:1 gegen Vorwärts Spoho Köln und 3:5 bei Borussia Bocholt. Anschließend sorgen sie mit dem 6:2 über Fortuna Köln für einen Paukenschlag, um am vergangenen Sonntag wieder mit 0:5 beim VfL Bochum unterzugehen. "Es ist wirklich schwer, die Mannschaft einzuorden. Bei der Germania kommt es wohl darauf an, welche Spielerinnen durch Wochenenddienste zur Verfügung stehen", so Orzekse.

"Aber wir haben sie ja bei unserem 2:1-Sieg im Hinspiel kennengelernt." Jedenfalls erwartet der Moerser Coach einen heißen Kampf: "Wir fahren sicherlich dorthin, um die drei Punkte zu holen. Aber dazu müssen wir auch einen kühlen Kopf bewahren, nicht ins offene Messer laufen." Melanie Krohnen hat wieder trainiert, wird wohl in die Anfangsformation zurückkehren. Fraglich ist allerdings noch der Einsatz von Laura Montenbruck, die schon am vergangenen Sonntag gegen Fortuna Köln vorzeitig den Platz verlassen musste.