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GSV Aktuell:

17.07.2017 RP, Uwe Zak

Fussball-Blitzturnier des GSV Moers: Landesligisten im Finale unter sich. Für die Gastgeber-Elf bleibt am Ende nur Rang vier.

Das Blitzturnier beim Fußball-Bezirksligisten GSV Moers fand zwar nicht vor prall gefüllten Zuschauerrängen statt, doch Thorsten Schikofsky, der neue GSV-Trainer und Cheforganisator des Turniers, war zufrieden mit dem Besuch: "Die Ferien haben gerade angefangen, da kann man nicht zu viel erwarten." Stimmt. Dass dann doch einige Fußballfans an die Filder Straße kamen, lag bestimmt daran, dass "Schiko" ein attraktives Trio eingeladen hatte.

Mit dem VfR Krefeld-Fischeln stellte sich immerhin der Vierte der abgelaufenen Oberliga-Saison beim GSV vor. Dazu gesellten sich die beiden Landesligisten VfL Repelen und SV Sonsbeck. Und natürlich der gastgebende GSV, der das Quartett komplettierte und sich in dieser Riege auch nicht zu verstecken brauchte. Gespielt wurden jeweils zwei Mal 25 Minuten.

Gestartet wurde sofort mit den beiden Halbfinalspielen. Wobei die erste Partie gleich das Spiel war, das viele als Finalpaarung erwartet hatten. Doch die Auslosung vor Turnierbeginn fiel anders aus. So standen sich der SV Sonsbeck und der VfR Krefeld-Fischeln gegenüber. Der SVS mit dem neuen, alten Stürmer Danny Rankl, der vom KFC Uerdingen in den Willy-Lemkens-Sportpark nach Sonsbeck zurückgekommen ist - und den Fischelns Coach Josef Cherfi, der einst auch schon den GSV trainierte, auch gerne in seinen Reihen gesehen hätte. Zu recht, denn Rankl gelang in der zweiten Halbzeit der Partie ein Doppelpack zum 2:0-Sieg des Landesligisten.

"Damit hatten wir den vermeintlich stärksten Gegner zur Seite gelegt", schmunzelte Günter Abel, der neue SVS-Trainer. Er hatte allerdings auch gesehen, dass Fischeln mehr Spielanteile hatte und gehörig Druck machte. Allerdings kam der Oberligist nicht zu zwingenden Torchancen. Cherfi musste bei diesem Testturnier noch auf seinen torgefährlichsten Mann verzichten, denn Kevin Breuer fehlte den Krefeldern.

Das soll aber nicht die Rankl-Show trüben. Vor allem nicht bei dessen erstem Treffer. Danny Rankl nutzte eine Unaufmerksamkeit in der VfR-Abwehr und zog in seiner unnachahmlichen Art auf und davon. Alleine auf den herauseilenden Fischeln-Keeper zustürmend überlupfte der Stürmer den Torhüter. Ein wahrlich sehenswerter Treffer. Mit dem 2:0 machte er den Final-Einzug für die Sonsbecker perfekt und bekam von Günter Abel für das restliche Turnier frei.

Im zweiten Spiel standen sich schließlich Gastgeber GSV Moers und der VfL Repelen gegenüber. In den Hinterköpfen aller Besucher hatten die klassenhöheren Repelener sicherlich die Favoritenrolle inne. Allerdings hat der GSV eine komplett neue Mannschaft mit zahlreichen Rückkehrern, großteils vom SV Schwafheim. Und Moers hielt prächtig dagegen, versuchte sein eigenes Spiel durchzusetzen. Allerdings hatten VfL-Trainer Sascha Weyen und sein Team etwas dagegen. Zunächst auch mit Erfolg. Der VfL konnte durch Yuto Kizaki und Furkan Celik in Führung gehen. Zweimal. Doch erst konnte Fabian Hastedt per Foulelfmeter ausgleichen, und das 2:2 besorgte Christian Zeiler für den GSV. Folglich mussten die Teams vom Elfmeterpunkt aus nachsitzen. Dabei erwies sich Repelen deutlich kaltschnäuziger. Nachdem der GSV die ersten beiden Elfer verballert hatte - wobei Robin Bertok im VfL-Tor den zweiten prächtig parierte - war beim Stand von 4:1 für den VfL die Messe gelesen.

Im Spiel um Platz drei kannte Fischeln dann keine Freunde. Mit 6:0 schoss sich der Oberligist auch etwas den Frust von der Seele. "Meine Jungs waren völlig platt", stellte sich Thorsten Schikofsky danach allerdings vor seine GSV-Mannschaft. "Wir haben das Turnier ja im Rahmen unseres Trainingslagers gespielt, hatten sogar vor dem ersten Spiel noch eine Trainingseinheit absolviert. Meine Spieler sind jetzt alle fix und fertig."

Für das Finale SV Sonsbeck gegen den VfL Repelen hatten sich dann beide Trainer etwas überlegt. Weyen trat mit einer komplett anderen Mannschaft an, Abel testete ebenfalls sein Personal. Wieder konnte Repelen in Führung gehen. Furkan Celik traf früh. Doch Max Fuchs glich ganz kurz vor der Pause aus. Und im zweiten Durchgang köpfte Niklas Maas nach einer Ecke zur Sonsbecker Führung. Fuchs verwandelte schließlich einen Strafstoß zum 3:1 für Sonsbeck, den Felix Fieberg verschuldet hatte, aber nicht halten konnte. Schließlich fiel das 2:3 für den VfL durch Baran Özcan in der Nachspielzeit schlichtweg zu spät.

"Mir hat gefallen, dass ich zwei komplett unterschiedliche Mannschaften spielen lassen konnte", so Sascha Weyen, der zweimal ein frisches Team aufbot. Einen kleinen Vorteil hatten Fischeln und Sonsbeck, die sich eine Pause zwischen ihren beiden Halbfinal-Spielen gönnen konnten. Etwas schade war am Ende lediglich, dass die beiden Partien um die Platzierungen parallel auf zwei Plätze gespielt wurden. Da mussten sich dann die Zuschauer entscheiden und aufteilen.