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GSV Aktuell:

26.10.217 RP, Wolfgang Jades

Den Spitzenreiter und den Tabellenvorletzten der Frauen-Regionalliga trennen gerade einmal sechs Punkte. Die Grafschafter treffen am Sonntag auf den punktgleichen Warendorfer SU.

So eine enge Liga gibt es im Fußball wohl sehr selten. Nur sechs Punkte trennen den Tabellenvorletzten der Frauen-Regionalliga, Borussia Bocholt, vom Spitzenreiter SGS Essen II. Und mittendrin ist das Team des GSV Moers. Wo könnten die "Gräfinnen" stehen, wenn sie nur drei ihrer fünf Unentschiedenspiele gewonnen hätten.

Nach ihrem überlegenen 3:0-Erfolg am vergangenen Wochenende über das schon wohl jetzt abgeschlagene Schlusslicht CfR Links Düsseldorf, sind die Gelb-Schwarzen aber immerhin schon auf Rang sieben vorgerückt und liegen nur noch drei Zähler hinter dem Tabellenführer.

Am Sonntag geht es zur punktgleichen Warendorfer SU, die aber aufgrund des besseren Torverhältnissen auf Platz sechs liegt. Um 13.30 Uhr erfolgt dort der Anpfiff.

"So eine verrückte Liga. Und ich kann mich nur wiederholen, ich habe es ja vorausgesagt", so GSV-Coach Gerd Orzeske, der mit seiner Prognose vor Saisonbeginn vollkommen richtig lag. "Jeder kann jeden schlagen. Das gilt für alle Spiele. Deshalb müssen wir auch in Warendorf mit voller Konzentration antreten. Ich kann meiner Mannschaft läuferisch überhaupt keinen Vorwurf machen. Auch die Leidenschaft ist vorhanden."

Allerdings werden, wie in den vergangenen Spielzeiten, die Chancen nicht genutzt. "Das ist derzeit unser größtes Manko. Aber wir arbeiten weiter hart daran. Und meine Spielerinnen wollen, es sind fast immer alle beim Training."

Am Sonntag muss Orzeske aber die Vierer-Abwehrkette umbauen, da Karina Rasch urlaubsbedingt ausfällt: "Wir haben so viele starke Spielerinnen, die alle spielen wollen und auf ihren Einsatz brennen. Klar müssen wir umbauen, aber das wird uns keine Probleme bereiten."

Orzeske hat natürlich mitbekommen, dass die Warendorferinnen neun der elf Punkte in den ersten drei Spielen geholt haben. Seit vier Partien ist die Mannschaft sieglos, es sprangen in dieser Phase mit dem 0:0 am vergangenen Sonntag in Uevekoven und dem 1:1 in Hauenhorst nur zwei Zähler heraus. "Das heißt aber alles nichts. Wie gesagt, jeder kann in dieser Liga jeden schlagen", sagt Orzeske und fügt schmunzelnd an. "Mit einem Sieg könnten wir ja fast schon Tabellenführer sein. Vor einer Woche waren wir dem Abstieg nah." Kurios.