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GSV Aktuell:

18.04.2018 RP, Uwe Zak

Fußball-Kreispokal: Erst in der Verlängerung gelingt dem Landesligisten der Halbfinal-Auswärtssieg beim Bezirksligisten GSV Moers. Naser Ameti erzielt in der 111. Minute den einzigen Treffer. Endspielgegner des VfL ist der SV Sonsbeck.

So was nennt man "ein Spiel auf Augenhöhe". Einen Klassenunterschied konnten die Besucher des Kreispokal-Halbfinal-Derbys beim Bezirksligisten GSV Moers gegen den Landesligisten VfL Repelen jedenfalls nicht ausmachen. Am Ende mussten die beiden Moerser Mannschaften deshalb auch in die Verlängerung, in der sich der VfL mit 1:0 (0:0) durchsetzte.

Auch wenn die klassenhöheren Gäste mit mehr Aggressivität und einer höheren Laufbereitschaft in die Partie gestartet waren, nutzte das recht wenig. Denn nach zehn Minuten war das optische Übergewicht verpufft, ohne dass eine nennenswerte Torchance dabei herausgesprungen war. Die dickste Möglichkeit hatte zum Ende der Repelener Drangphase vielmehr der GSV.

Doch der Konter über rechts fand mit der ungenauen Flanke in den VfL-Strafraum im Rücken des heranstürmenden Lukas Koch ein jähes Ende. Da war die unverhoffte Einladung der GSV-Abwehr für Repelen vielversprechender. Den Rückpass von der rechten Abwehrseite parallel zur Torauslinie ließ GSV-Keeper Fabian Groß jedenfalls passieren, um sich in eine bessere Abschlag-Position zu bringen. Doch dabei hatte er die Rechnung ohne den wieselflinken Yuto Kizaki in der VfL-Offensive gemacht. Da fehlte nicht viel (16.). Die Mannschaften hatten nun ihren Rhythmus gefunden - den fünf-Minuten-Rhythmus. Mal hatte der GSV fünf Minuten lang mehr Ballbesitz und ein Übergewicht, dann war wieder Repelen dran. Was fehlte, waren die Tore.

Chancen dafür gab's für den VfL durch Can Gülkan. Mounir Amzil hatte das Tor des Monats auf dem Fuß, und Baran Özcan verfehlte knapp. Die Gastgeber hatten auch eine Möglichkeit. Doch es blieb bis zum Abpfiff torlos: Verlängerung.

Die musste Repelen in Unterzahl bestreiten, weil Gülkan mit seinem vierten Foul die zweite Gelbe und so die Gelb-Rote Karte (80.) sah. Nach torlosem ersten Durchgang der Verlängerung war es Naser Ameti, der per Sonntagsschuss zum Tor des Tages traf (111). Nur fünf Minuten später sorgte Lucas Schmidt für den personellen Ausgleich: Der Moerser sah Knallrot. Christian Zeiler hatte noch den echten Ausgleich auf dem Fuß, traf aber nur die Latte (118.).

"Meine Jungs hatten es nach den Spielen am Donnerstag, Sonntag und heute verdient, nicht in der regulären Spielzeit auszuscheiden", so GSV-Trainer Thorsten Schikofsky. "Doch am Ende hat uns auch etwas die Kraft gefehlt."

"Unterm Strich haben wir verdient gewonnen", so sein Gegenüber, VfL-Coach Sascha Weyen. "Ich habe nicht gesehen, dass wir lange Zeit mit einem Mann weniger spielen mussten." Die Gelb-Rote Karte trübt jedoch den Repelener Finaleinzug und ärgert Weyen am Ende im Hinblick auf die Meisterschaft.