wrapper

GSV Aktuell:

22.10.2018 RP, Björn Belloff

Der GSV Moers hat gestern den Sprung ins Tabellen-Mittelfeld der Fußball-Landesliga geschafft. Nach dem 4:3 (1:0)-Sieg beim VfB Frohnhausen belegt der Aufsteiger Rang elf und hat vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Die Grafschafter begannen die Partie mit einer abwartenden Spielweise und setzten auf Konter, um den Essenern bei deren langen Diagonalbällen auf dem engen Kunstrasenplatz nicht ins offene Messer zu laufen. Diese Taktik ging auch gut auf, hatte aber einen „Schönheitsfehler“ in Form einer schlechten Chancenverwertung. Nachdem Andre Hecker und Christian Zeiler vergeben hatten, sorgte Lukas Koch mit dem Pausenpfiff doch noch für die Moerser Führung, als er eine Hereingabe von Hecker zum 1:0 nutzte (45.+2).

Nach Wiederanpfiff wurde der GSV zunächst kalt erwischt, als Kevin Zamkiewicz mit einem Distanzschuss das Ausgleichstor erzielte (47.). Die Antwort im Gegenzug fand Andre Hecker mit einem schönen Schlenzer zum 2:1, nachdem er zwei Gegenspieler hatte aussteigen lassen (49.). Kurz darauf sah VfB-Keeper Marko Razic die Rote Karte nach einer „Notbremse“ gegen Hecker (55.).

In Überzahl hatten die Moerser noch mehr Vorteile, und Gökhan Erol traf mit einem Kopfball nach Flanke von Marc-Andre Debernitz zum 3:1 (72.). „Danach haben wir aber den Faden verloren“, haderte Co-Trainer Dirk Warmann, der seinen urlaubenden „Chef“ Thorsten Schikofsky vertrat. „Die Körpersprache war im Gefühl des Vorsprungs und der Überzahl viel zu lasch.“

Diese Nachlässigkeit bestrafte der Essener Christian Suckow mit dem 2:3 (75.). Immerhin: Nur vier Minuten später war Samet Altun zur Stelle und markierte das 4:2 für den GSV (79.). Trotzdem geriet der Auswärtssieg noch einmal in Gefahr: Nachdem Zamkiewicz mit einem abgefälschten Fernschuss das 3:4 gelungen war (90.+2), musste Meik Bodden auf der Torlinie retten, um den Ausgleich in letzter Sekunde zu verhindern.

„Wir haben insgesamt eine gute Leistung geboten, bis zum 3:1 war sie auch diszipliniert“, resümierte Dirk Warmann. „Allerdings müssen wir die Begegnung auch sauber zu Ende spielen. Bei unserem Chancenplus durften wir hier nicht mehr in Gefahr geraten.“

GSV Moers: Di Giovanni, Koch (46. Debernitz), Erol, Isailovic, Zeiler (77. Yasar), Bodden, Sonneveld (67. Jellessen), Hecker, Altun, Haeger, Üzüm.