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GSV Aktuell:

25.03.2019 RP, Robin Krüger

Der GSV Moers hat gestern einen rabenschwarzen Tag erwischt. In der Fußball-Landesliga verloren die Grafschafter beim PSV Wesel-Lackhausen mit 0:6 (0:1). Dabei fielen die Moerser nach dem Rückstand förmlich auseinander und zeigten in der Folge vor allem in der zweiten Halbzeit kaum mehr Gegenwehr.

Es fing aber alles ganz anders an. Der Beginn war noch recht ordentlich. Die Moerser taten sich zwar von Anfang an schwer, auf dem für sie ungewohnten Naturrasen zu ihrem Spiel zu finden. Doch die Gäste hielten zunächst gut dagegen. Der PSV Wesel-Lackhausen spielte abwartend, so dass keine Mannschaft in dieser Abtastphase Vorteile verzeichnen konnte.

Die erste gute Chance hatte dann sogar der GSV. Nach einer schönen Kombination tauchte Luis Gizinski frei vor PSV-Torwart Raven Olschewski auf, scheiterte allerdings an dem Weseler Schlussmann und vergab so die Führung (27.). Das sollte sich böse rächen.

Nur fünf Minuten später nahm das Unheil seinen Lauf. Nach einem eigenen Einwurf, der allerdings direkt beim Gegner landete, liefen die in dieser Situation gedankenlangsamen Moerser in einen Konter, an dessen Ende Luis Blaswich schließlich das 1:0 erzielte.

„Bis zum Gegentor war das Spiel von unserer Seite ganz okay“, befand Trainer Thorsten Schikofsky, doch er musste auch einräumen: „Danach war das weit entfernt von landesligatauglichem Fußball.“ Schon vor der Pause lief nichts mehr zusammen und nach dem Seitenwechsel fand der GSV praktisch nicht mehr statt.

Es dauerte somit keine drei Minuten nach Wiederanpfiff, ehe Daniele Kowalski auf 2:0 erhöhte. Die Gäste waren jetzt völlig von der Rolle. Nico Giese (57.) und Eray Tuncel (64.) stellten nicht sehr viel später auf 4:0, und die Partie war vorzeitig entschieden.

Die Moerser ließen das Spiel in der zweiten Halbzeit mehr über sich ergehen, als aktiv daran teilzunehmen. Unglücklich war zusätzlich, dass ein strittiger Handelfmeter, verwandelt von Johannes Bruns, zum 5:0 führte (85.) und Alpay Erdem mit dem Schlusspfiff gar das 6:0 folgen ließ. Schikofsky sagte abschließend: „Das war nicht schön mit anzusehen, wie die Mannschaft sich hinterher ergeben hat.“

GSV: Di Giovanni, Schuster, Erol (69. Saljiji), Gizinski, Aksu (55. Hastedt), Sonneveld (69., Haeger), Hecker, Jellessen, Fröhlich, Altun, Üzüm.