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01.04.2019 RP

Mit dem 5:1-Erfolg in Moers kehrt das Team um Trainer Werner Buttgereit auf den zweiten Tabellenrang zurück. Der SVS erwischt einen tollen Start und liegt nach zehn Minuten schon 2:0 vorn.

Der SV Sonsbeck demonstriert Stärke und fegt im Moerser Kreisderby in der Fußball-Landesliga den GSV Moers mit 5:1 (4:0) von der eigenen Platzanlage am Solimare. Damit setzen die Rot-Weißen im Kampf um den Oberliga-Aufstieg ein dickes Ausrufezeichen und eroberten sich Platz zwei zurück, der zum direkten Aufstieg berechtigt.

Da die Sportfreunde Niederwenigern mit 0:2 beim VfL Rhede unterlagen, haben die Sonsbecker bei noch einem Spiel mehr zwei Punkte Vorsprung. Hingegen setzte es für die ersatzgeschwächten Hausherren nach der bitteren 0:6 Pleite in der Vorwoche beim PSV Wesel eine erneute Klatsche, die sie weiter um den Klassenerhalt zittern lässt. Der GSV bleibt 15. in der Tabelle. Thorsten Schikofsky, Trainer der Gastgeber, war restlos bedient: „Die erste Halbzeit war eine Katastrophe und sehr enttäuschend. Wir haben es Sonsbeck sehr einfach gemacht. Wir waren vom Kopf her nicht frisch und einfach nicht handlungsschnell. Klar haben wir einige wichtige Ausfälle. Aber das wäre als Ausrede zu einfach“, so der Ex-Sonsbecker, der sogar von der schlimmsten Halbzeit seiner Trainerkarriere sprach.
Der Tabellenzweite, der sich mit dem „Dreier“ für die 0:3 Hinspielschlappe revanchierte und gleichzeitig die bittere 0:1 Niederlage gegen Sterkrade-Nord aus der Vorwoche vergessen ließ, überzeugte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und aggressivem Pressing, so dass die Moerser überhaupt gar nicht ins Spiel kamen. Sonsbecks Interimstrainer Werner Buttgereit, der das Offensive Pressing unter der Woche trainiert hatte, sah eine optimale Umsetzung seiner Vorgaben.

„Ich freue mich riesig, dass die gute Trainingsleistung Früchte trug und die Jungs sich selber belohnt haben. Sie bewiesen Mut zu einer offensiven Spielweise. So habe ich mir das vorgestellt“, meinte Buttgereit. In der Startelf ersetzte Lukas Vengels den verletzten Johannes Keisers als rechter Außenverteidiger. Buttgereit sah einen furiosen Start seiner Mannschaft. In der 7. Minute traf Niklas Maas nach Flanke von Jannis Pütz bereits zum 1:0. Nur drei Minuten später erhöhte Felix Terlinden nach erneuter Vorlage von Pütz auf 2:0. Maas (24.) mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 und Andre Trienenjost (43.) sorgten für eine verdiente und klare Halbzeitführung. Mit dem 4:0 war der GSV noch gut bedient. Denn die Rot-Weißen hatten durch Trienenjost (6./19.), Terlinden (9./23./40.) und Maas (17.) weitere Chancen auf ein wesentlich höheres Ergebnis.

Nach dem Seitenwechsel schaltete der Gast einige Gänge zurück und ließ Moers besser ins Spiel kommen. Trienenjost (52.) per Pfostentreffer und Maas per Weitschuss (60.) vergaben noch zwei Großchancen. Sonsbeck verwaltete die deutliche Führung. „Danach haben wir nicht mehr so druckvoll gespielt“, erklärte Sonsbecks Chefcoach. Nachdem Tobias Kästner für den Gastgeber die beiden einzigen Torchancen (30./37.) vergab, betrieb Kevin Jellessen mit dem 1:4 (80.) aus heiterem Himmel noch Ergebniskosmetik. Robin Schoofs stellte mit dem 5:1 (90.) den alten Abstand wieder her. „Das war eine ordentliche Leistung meiner Mannschaft. Ich bin stolz auf den druckvollen und offensiven Start und hoffe, dass wir daraus viel Selbstvertrauen mitnehmen können für die folgenden Aufgaben“, so Buttgereit.

GSV Moers: Di Giovanni; Schuster (46. Zeiler), Erol, Gehle, Sonneveld (71. Koch), Hecker, Kästner, Jellessen, Iluebbey (46. Reiser), Altun, Üzüm.
SV Sonsbeck: Weichelt; Vengels, Efthimiou, Hahn, Schoofs, Pütz (61. Dedic), S. Schneider, Terfloth, Maas, Terlinden (74. Hemmers), Trienenjost (77. Noldes).