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22.04.2019 RP, Michael Ryberg

Vor der Umkleide im Klosterhardter Volksgarten stand schon der Kasten mit gut gekühlten Gerstensaftflaschen parat. Vermutlich hatten sich die Landesliga-Fußballer des GSV Moers noch an keinem der 28 Spieltage das Belohnungsbier mehr verdient als am Ostermontag gegen 17 Uhr. Das Team von Trainer Thorsten Schikofsky hatte zuvor beim 8:1 (4:1) im Abstiegsduell beim Tabellenviertletzten DJK Arminia Klosterhardt ein Offensiv-Feuerwerk der unerwarteten Art gezündet.

Selbst zahlreiche Oberhausener unter den immerhin 350 Zuschauern, die das Nachholspiel ins Stadion gelockt hatte, zollten den Gästen per Applaus Respekt für einen Fußball-Nachmittag auf großartigem Niveau – für Landesliga-Verhältnisse jedenfalls war es eine herausragende Begegnung.

„Die Jungs müssen an ihre Stärke glauben, dann sind sie auch gut“, versicherte Trainer Thorsten Schikofsky nach den 90 atemberaubenden Minuten. Die schnellen Moerser Jungspunde machten am Ostermontag klar den Unterschied aus.

Natürlich hätte auch alles ganz anders kommen können. Klosterhardt führte zügig. Kapitän Nick Buchwald nutzte bei einer Freistoß-Hereingabe einen Stellungsfehler von Samet Altun per erfolgreicher Direktabnahme.

Im Gegenzug gab es Foulelfmeter für Grafschafter. DJK-Keeper Alexander Gbur holte Andre Hecker unnötigerweise von den Beinen. Kapitän Kevin Jellessen verwandelte eiskalt links unten (10. Minute).

Die Schlüsselszene des Spiels folgte, als Ali Hassan Hammouds Schuss für Klosterhardt aus vielleicht drei Metern Zieldistanz lediglich an den Pfosten klatschte. Wenig später zog GSV-Spielmacher Luis Gizinski die Partie in die Moerser Richtung, als er mit einem 20-Meter-Knaller unter die Klosterhardter Querlatte erfpolgreich war (35.).

Danach lief die Partie für die Gelb-Schwarzen auf dem überaus stumpfen Kunstrasen wie aus einem Guss. Altun machte seinen Patzer vom 0:1 mit einem herrlichen Gassenpass auf 3:1-Schütze Lukas Koch wieder wett (42.), anschließend vollstreckte er eine Gizinski-Flanke per Scherenschlag zum 4:1 (45.).

Nach dem Wechsel nutzten der DJK auch drei Spielerwechsel auf einen Streich nichts mehr. Die Defensive erwies sich, gerade auf den Außenverteidiger-Positionen, weiterhin nicht als ligatauglich. Gizinski per Solo und mit dem Kopf nach einem Freistoß-Abpraller von Koch stellte auf 6:1 (60. und 63.). Dann durfte noch einmal Linksaußen Koch jubeln: 7:1 (76.). Den Schlusspunkt besorgte der eingewechselte Christian Zeiler per Foulelfmeter (81.). Wermutstropfen: Ibrahim Üzüm kassierte seine zehnte Gelbe Karte und ist im Heimspiel des GSV am Sonntag gegen Frohnhausen gesperrt.

GSV Moers: Di Giovanni – Jellessen, Isailovic (69. Isailovic), Haeger, Schuster – Üzüm, Erol (76. Zeiler), Hecker – Koch (76. Illuebbey), Gizinski, Altun.