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GSV Aktuell:

23.04.2019 RP

Fußball-Landesliga: Beim 8:1 in Klosterhardt treffen der 20-jährige Lukas Koch und der 18-jährige Luis Gizinski fünfmal. Oberligist Homberg und der SV Sonsbeck haben schon angefragt und ihr Interesse an den Youngstern angemeldet.

Acht Treffer für den GSV Moers in der Fußball-Landesliga? Der auf Norderney urlaubende Klaus Angerhausen konnte es kaum glauben, als ihm am Sonntagabend das Ergebnis vom Abstiegsduell bei Arminia Klosterhardt – ein unglaubliches 8:1 des Aufsteigers – übermittelt worden war. Ebenso bemerkenswert war dabei für den GSV-Fußballobmann die Tatsache, dass die jungen Wilden im gelb-schwarzen Dress für Furore gesorgt hatten.

Der technisch starke 18-jährige Winterzugang Luis Gizinski erzielte drei blitzsaubere Treffer und bereitete eines der beiden Tore des agilen 20-jährigen Linksaußen Lukas Koch vor. Den hatte Trainer Thorsten Schikofsky schon in der vergangenen Saison von den A-Junioren in die erste Mannschaft der Grafschafter geholt. Das war ein wichtiger Baustein für die Rückkehr in die Landesliga.

„Es ist schon toll, zwei solche Talente in der Mannschaft zu haben. Gleichwohl wissen wir auch, dass es dabei nicht sehr lange bleiben wird“, sagt Obmann Angerhausen. Gizinski und Koch haben zwar ihre Zusage für die neue Saison 2019/20 bereits gegeben. „Und bei uns hat das Wort immer gestanden“, hebt Angerhausen hervor. Luis Gizinski will sich auch daran halten: „Ich fühle mich pudelwohl, der Trainer glaubt an mich. Das ist beides viel wert.“

Gleichwohl beobachtet die lokale Konkurrenz den ehemaligen Junioren-Bundesligaspieler des MSV Duisburg aufmerksam, der wegen einer schweren Knieverletzung im vergangenen Jahr lange pausiert hatte. Der Oberliga-Tabellenführer VfB Homberg etwa und auch der Landesliga-Zweite SV Sonsbeck.

„Für uns war es reines Glück, ein Talent wie Luis bekommen zu haben“, betont GSV-Trainer Schikofsky. Gizinskis Vater fragte an, nachdem sein Sohn beim MSV nach der Verletzungspause nur noch zu Kurzeinsätzen gekommen war. Gizinski wohnt in Duisburg, hat sein Studium begonnen. Dass die Landesliga für ihn als Fußballer nicht die Endstation sein sollte, weiß er. „Luis kann sicher mehr, wenn er weiter an sich arbeitet“, versichert Trainer Schikofsky.

Das gilt auch für Linksaußen Lukas Koch, der mit seinem Tempo und seinem Gespür für freie Räume in der gegnerischen Hälfte einen vorzüglichen Mitspieler für Gizinski abgibt. „Er hat uns schon in der vergangenen Saison einige wichtige Punkte besorgt. Defensiv muss er sich noch verbessern. Wenn er seine Schwächephasen im Spiel minimiert, kann auch er klar höher als Landesliga spielen“, sagt sein Trainer.

Erst einmal aber haben die Grafschafter noch ihre Freude an den Jungspunden. „Wenn wir von dieser Sorte Spieler drei oder vier in der Startelf hätten, könnte man auch mal über die Oberliga nachdenken. Dazu braucht ein Verein wie der GSV aber Glück. Die Konkurrenz schläft ja nicht“, sagt Obmann Angerhausen.