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24.10.2019 NRZ, Wolfgang Jades

Die Regionalliga-Fußballerinnen vom GSV Moers und SV Budberg taumeln dem Tabellenkeller entgegen und müssen nun dringend auf die Bremse treten.

Die Regionalliga-Fußballerinnen vom GSV Moers und SV Budberg treten auf der Stelle. Oder schlimmer noch, beide Teams taumeln dem tiefsten Tabellenkeller entgegen. Für den GSV Moers gab es aus den vier Punktspielen zuletzt gerade mal einen Zähler beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach II. Danach setzte es drei Niederlagen mit dem 0:2 bei Borussia Bocholt, dem 2:3 gegen die SpVgg. Berghofen sowie dem 1:4 am vergangenen Sonntag bei Alemannia Aachen. Der SV Budberg hat nach neun Spielen lediglich vier Zähler bei einem einzigen Sieg eingefahren. Auch das ist schlichtweg zu wenig.

Beide Mannschaften sollten am kommenden Wochenende unbedingt Punkte sammeln. Möglichst drei. Beide Mannschaften spielen zu Hause. Beide Mannschaften empfangen am Sonntag, 13 Uhr, Gegner, gegen die sie gewinnen können.

Negativserie beim GSV Moers

Seine Negativserie muss der GSV um Trainer Hasan Gören nun unbedingt am Sonntag gegen den SV Bökendorf beenden. Denn bereits jetzt sind die Moerserinnen mit ihren fünf Zählern auf dem elften Tabellenplatz angekommen.

„Bökendorf liegt noch hinter uns in der Tabelle. Deshalb müssen wir den Sieg einfahren. Das ist einfach Pflicht“, erklärt Gören diese Partie zum vielleicht wichtigsten Saisonspiel. „Sollten wir auch das verlieren, dann wird es ganz schwer, die Liga zu halten.“ Doch der Moerser Coach vertraut auf die Heimstärke seiner Mannschaft: „Bisher haben wir zu Hause immer gute Leistungen gezeigt. Wenn wir daran anknüpfen können, dann werden wir auch gewinnen.“

Der SV Bökendorf, dessen Spiel am vergangenen Sonntag gegen den VfL Bochum aufgrund der schlechten Platzverhältnisse ausgefallen ist und die auch noch die Partie gegen den 1. FFC Recklinghausen nachholen muss, hat noch keinen Sieg eingefahren.

Die vier Zähler resultieren aus den vier Unentschieden beim SV Menden (3:3), gegen die SpVgg. Berghofen (3:3), bei Alemannia Aachen (1:1) und gegen den Herforder SV Borussia Friedenstal (0:0).

Hasan Gören muss neben Steffi Frings wegen ihres Kahnbeinbruchs nun auch für längere Zeit auf Lisa Mölders verzichten. Aber aus erfreulicheren Gründen. Sie erwartet Nachwuchs. „Nach dem Aachen-Spiel plane ich schon, die Anfangsformation auf ein oder zwei Positionen zu verändern“, so Gören weiter. „Doch dazu warte ich die letzte Trainingseinheit am Freitag noch ab, bevor ich mich endgültig entscheide“.

Vier Punkte hat der SV Budberg

Im Lager des SV Budberg sind die vier Zähler zum jetzigen Zeitpunkt weit von den erhofften Punkten entfernt. Und da im schlimmsten Fall bis zu sechs Mannschaften absteigen können, wird der Abstand zum rettenden Ufer von Woche zu Woche größer. Deshalb wäre es wichtig, wenn dem Team von Trainer Jürgen Raab am Sonntag gegen Alemannia Aachen der zweite „Dreier“ der Saison gelingt.

„Dann hätten wir Aachen wieder im Blickkontakt, wären nur noch zwei Punkte von der Alemannia entfernt“, ist diese Partie für Raab ein Schlüsselspiel. „Wir wollen bis zur Winterpause nicht den Anschluss verlieren, deshalb ist ein Sieg auch äußerst wichtig. Ein Erfolg würde uns ein Schub für die letzten Spiele des Jahres geben.“

Die Alemannia hatte am vergangenen Sonntag nach einer Durststrecke mit dem 4:1 über den GSV Moers auch erst den zweiten Sieg in dieser Saison eingefahren. Dabei überragte Svenja Streller, die alle vier Tore erzielte. „Wir kennen sie, darauf können wir uns einstellen. Svenja Streller ist eine Spielerin, die höherklassig spielen könnte“, weiß Raab zu berichten. „Wir sind also gewarnt.“ Was die Aufgabe nicht leichter machen wird, denn die Alemannia hat durch diesen Sieg Selbstbewusstsein getankt und ist nun Neunter mit neun Punkten.

Personell hat Jürgen Raab kaum Sorgen. Lediglich auf Jülide Mirvan muss er verzichten, die sich derzeit im Urlaub befindet. „Zuletzt hat das mit zwei Spitzen gut geklappt“, so Raab abschließend. „Deshalb ist dies auch eine Option für das Aachen-Spiel.“

>>>BUDBERGS LANDESLIGA-FRAUEN VERLIEREN AUCH DAS KELLERDUELL

Einen Rückschlag im Abstiegskampf mussten jetzt auch die Landesliga-Fußballerinnen des SV Budberg II hinnehmen. Sie unterlagen im Nachholspiel beim mitgefährdeten Linner SV mit 1:2 (0:0) und bleiben somit auf dem drittletzten Platz der Tabelle hängen. Der LSV kam durch diesen Sieg als Vorletzter bis auf einen Punkt an den SVB II heran.

Dabei gingen die Budbergerinnen sogar in Führung. In der 52. Minute war es Miriam Balk, die für das 1:0 sorgte. Doch das brachte nicht die erhoffte Ruhe in das Spiel des SVB II. Und in der Schlussphase gaben sie das Spiel noch aus der Hand. Leonora Breuer (80.) sowie Malin-Nikola Gerken (83.) drehten das Spiel noch in einen 2:1-Sieg für die Gastgeberinnen um.